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Im Rahmen der Mitgliederversammlung hielt Dr. Lothar Grimm, Leitender Oberarzt an der Helfensteinklinik Geislingen, einen hochinteressanten Vortrag zur Krebsprävention mit dem Thema "Mit gesunder Ernährung und Sport gegen Krebs". Unser Mitglied Bernward Kehle berichtete darüber wie folgt:

Laut Statistik sterben 25 Prozent der Menschen an Krebs und 37 Prozent an Herz-/Kreislauferkrankungen. Bei den Krebserkrankungen dominiert bei den Frauen mit 30 Prozent der Brustkrebs, bei den Männern mit 23 Prozent der Prostatakrebs. Krebserkrankungen der Lunge und des Darmes sind die dritthäufigste Todesursache aller Krebssterbefälle. An Dickdarmkrebs erkranken pro Jahr 61.000 Menschen, bei 26.000 führt diese Krebserkrankung zum Tod. Zirka 500.000 Personen erkranken jährlich in Deutschland an Krebs, zirka 230.000 sterben daran. Mit diesen Zahlen führte Dr. Grimm in die Thematik „Krebsvorsorge“ ein und sagte, dass bereits im Vorfeld sehr viel gegen den Krebs getan werden könne.

Eine gute Vorbeugung, um Krebs überhaupt nicht entstehen zu lassen, sei das Normalgewicht. Dieses werde vom Body-Maß-Index bestimmt. Sieben Prozent der Krebsfälle seien auf Übergewicht zurückzuführen, welches das Risiko für 13 verschiedene Krebsarten steigere, meinte der Mediziner. Ebenso könne eine Reduktion des Alkoholgenusses zur Verminderung von Krebserkrankungen beitragen. Übermäßiger und dauerhafter Alkoholkonsum schädige das Lebergewebe und führe zu einer Leberzirrhose. Zudem sei Alkohol sehr energiereich und führe wiederum zum schädlichen Übergewicht. Erlaubt sei bei Männern ein Alkoholgenuss von 20 Gramm pro Tag, bei Frauen von zehn Gramm. Wenn bedacht wird, dass eine Halbe Bier 19 Gramm Alkohol enthält, so ist der Genuss einer Halben am Tag bei Männern gerade noch tolerierbar, bei Frauen würde ein kleines Glas Bier schon ausreichen. Dr. Grimm: „Weltweit sind fünf bis sechs Prozent aller Krebsfälle auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen“.

Das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken, könne durch eine Reduzierung des Fleisch- und Wurstkonsums gemindert werden. Der Leitende Oberarzt empfahl, maximal 500 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu verzehren. Auch solle der Salzkonsum auf höchstens sechs Gramm pro Tag reduziert werden. Ganz wichtig sei es, ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Besonders Lachs, Hering und Makrele würden die vom Körper benötigten Omega 3-Fettsäuren enthalten. Zur guten Ernährung gehöre auch der Verzehr von Obst und Gemüse – als Faustregel gelte es, drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag zu sich zu nehmen. Die Ernährung soll ballaststoffreich sein, gut wären Hülsenfrüchte, Vollkornbrot und Kartoffeln.

Ein wichtiger Punkt in der Krebsvorsorge sind körperliche Aktivitäten, betonte Dr. Grimm. Schon 30 Minuten zu laufen am Tag würde einiges bewirken, Er empfahl, die Treppe statt der Rolltreppe zu benutzen, mit dem Hund Gassi zu gehen, das Auto stehen zu lassen, Radfahren oder sich am Heimtrainer aktiv zu betätigen.

Dr. Lothar Grimm: „80 Prozent aller Krebsneuerkrankungen rühren von ungesunder Lebensweise her. Sie werden hervorgerufen durch Übergewicht (sieben Prozent), übermäßigen Alkoholgenuss (2 Prozent), durch den Genuss von zuviel Fleisch, Wurst, Salz und Zucker und von zu wenig Bewegung“.

Bernward Kehle