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Der Stadtseniorenrat Geislingen e.V. begrüßt Sie auf seiner Homepage

Informieren Sie sich über unsere vielfältige ehrenamtliche Arbeit mit dem Ziel, die Lebensqualität der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in Geislingen an der Steige zu erhalten und zu verbessern.

In Zusammenarbeit mit dem Gloria Kino-Center wird am Montag, dem 18. Juli 2022, um 15.30 Uhr der Film "Schmetterlinge im Ohr" gezeigt.

 Antoine, ein gutaussehender Geschichtslehrer in seinen frühen Fünfzigern, ist Ignorant der Extraklasse, vor allem wenn es um Symptome des eigenen Alterns geht: Wortmeldungen seiner Schüler oder die Gefühlslage seiner Freundin – geht ihn nichts an. Sogar das morgendliche Schellen seines Weckers ignoriert er. Seine neue Nachbarin Claire treibt er mit ohrenbetäubenden Lärm in den Wahnsinn. Ihre Wutausbrüche perlen an Antoine gnadenlos ab – wie alles in dieser Welt. Erst als er in der Schule auch den Feueralarm ignoriert, ist Antoine gezwungen, sich der unangenehmen Tatsache zu stellen: Er ist so gut wie taub. Und das im besten Alter! Mit dem Einsatz von Hörgeräten eröffnet sich ihm bald eine neue Welt, aber die bringt nicht nur Freude. Dieses Accessoire der Alten passt einfach nicht zu seinem Selbstverständnis als Mann. Noch schlimmer ist für ihn, dass er plötzlich alles mitbekommt, was er sonst entspannt ausblenden konnte. Seine demente Mutter, seine überforderte Schwester, die von ihm jahrelang brüskierte Lehrerschaft – alles prasselt nun ungefiltert auf ihn ein. Nur ein einziger Mensch bedrängt ihn nicht: Violette, die kleine Tochter Claires, die seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr spricht. Plötzlich nimmt er gegen seine Natur Anteil an anderen. Mehr noch: er verliebt sich in ihre Mutter. Aber Hörgeräte sind kein Garant für gute Verständigung. Denn die will gelernt sein…

Eine hinreißend turbulente Komödie über die Schwierigkeiten der zwischenmenschlichen Kommunikation und den betörenden Charme der Ignoranz. Getragen von der gnadenlosen Komik, die entstehen kann, wenn Menschen nonchalant aneinander vorbeireden, nähert sich Schauspieler und Regisseur Pascal Elbé spielerisch einem existentiellen Thema: dem Unabänderlichen im Leben und der Chancen, die darin liegen, die Herausforderungen anzunehmen.

 

 

Der Film läuft im Gloria Kino-Center in Geislingen. Der Eintritt kostet 5,00 €. Kino 50 Plus ist übrigens nicht an ein bestimmtes Alter gebunden, vielmehr sind Besucher jeden Alters herzlich eingeladen.

Wie können Ältere, die oft nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind, ihre Bankgeschäfte erledigen? Vor allem, wenn immer mehr Bankfilialen schließen und der Weg von der Wohnung zur nächsten noch geöffneten Filiale dadurch weiter wird? Wie erkennt man eine Long-Covid Erkrankung und welche Folgen hat diese? Mit solchen ganz unterschiedlichen Fragen befasste sich der Stadtseniorenrat in seiner diesjährigen Mitgliederversammlung.

Wie Seniorinnen und Senioren ihre Bankgeschäfte erledigen können

Nachdem wiederholt Klagen an den Stadtseniorenrat herangetragen worden waren, hauptsächlich aus dem Seebachgebiet, dass es für Ältere immer schwieriger werde, ihre Bankgeschäfte erledigen zu können, lud der Stadtseniorenrat je einen Vertreter der Volksbank und der Kreissparkasse ein, um mit diesen das Thema zu besprechen. Andrea Gall-Stahl, Teamleiterin der medialen Kundenberatung bei der Kreissparkasse, und Andreas Kälberer, Gebietsfilialleiter in Geislingen bei der Volksbank, standen gerne Rede und Antwort.

Die beiden Bankmitarbeiter wiesen darauf hin, dass sich die Banken keinesfalls aus der Fläche zurückziehen wollten. Aber wirtschaftliche Zwänge und die Tatsache, dass immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte digital mit der App auf dem Handy, dem Tablet oder dem PC erledigen wollten, machten Veränderungen erforderlich. Eine Umfrage unter den Mitgliedern des Stadtseniorenrats ergab, dass auch bei diesen gut die Hälfte ihre Bankgeschäfte bereits auf diesem Weg digital erledigt. Für alle, die kein Handy, keinen Laptop und keinen PC besitzen, wurde das Telefonbanking empfohlen. Dabei erhält der Kunde eine persönliche PIN, durch die sichergestellt ist, dass nur er selbst auf sein Konto und seine Daten zugreifen kann, solange er diese PIN nicht an einen Dritten weitergibt. Andrea-Gall-Stahl dazu: „Telefonbanking stellt eine sehr komfortable aber auch sehr sichere Methode dar, seine Bankgeschäfte durchzuführen“. Erstaunen lösten die vielerlei Aktionen aus, die beim Telefonbanking möglich sind. Von den Experten wurde betont, dass beim Telefonbanking alles möglich ist, was auch bei einer persönlichen Anwesenheit am Schalter gemacht werden kann. Es können also beispielsweise Bankkarten bestellt, Überweisungen in Auftrag gegeben, Lastschriften widersprochen oder Daueraufträge eingerichtet werden. Zum zeitlichen Umfang des Telefonbankings wurde ausgeführt, dass dieses von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr genutzt werden könne. In diesem Zeitraum werde man immer mit einem persönlichen Ansprechpartner verbunden. Außerhalb dieses Zeitraums sei auch Telefonbanking möglich, dann werde man jedoch mit einem Sprachcomputer verbunden, dies sei für Ältere vielleicht etwas schwieriger zu handhaben.

Von der Volksbank wurden noch einige Besonderheiten vorgestellt. Die Volksbank bietet zusätzlich noch einen Geld-Bring-Service an. Dabei werden einmal in der Woche, immer mittwochs, Geldbeträge zwischen 100 Euro und 1.000 Euro zu den Kunden gebracht. Hierfür verlangt die Volksbank einen Unkostenbeitrag von 2,50 Euro pro Lieferung. Dies stellt ein sehr interessantes Angebot dar, weil nicht nur an Personen zuhause sondern auch an Personen im Krankenhaus, im Pflegeheim usw. geliefert wird. In Notfällen kann dieses Angebot eine große Hilfe bedeuten.

Andreas Kälberer kam dann auch noch auf die viel diskutierte Schließung der Filiale in der Karlstraße zu sprechen. Neben den wirtschaftlichen Gründen sei ein weiterer Grund für die Aufgabe dieser Filiale gewesen, dass sie nicht barrierefrei zu erreichen gewesen sei. Die Volksbank habe nun eine Servicestelle in den ehemaligen Räumen der Deutschen Bank eingerichtet, die den großen Vorteil habe, dass sie barrierefrei zu erreichen sei.

Von einem Mitglied des Stadtseniorenrats wurde bemängelt, dass es im Nell Mezzo keinen Bankautomaten der Volksbank gibt. Andreas Kälberer räumte ein, dass dies ein Manko sei. Die Volksbank sei auf der Suche nach einer Lösung. Von Mitgliedern des Stadtseniorenrats wurde vorgeschlagen, doch zu ermöglichen, dass die Kunden der Kreissparkasse auch am vorhandenen Automaten der Volksbank Geld abheben können sollten, ohne dafür mit einer extra Gebühr belastet zu werden.

Auch Oberbürgermeister Dehmer, der bei der Mitgliederversammlung anwesend war und ein Grußwort sprach, sagte seine Unterstützung zur Lösung dieses Problems zu.

Die Folgen von Long-Covid

Anschließend referierte Dr. Theodor Dinkelacker, ehemals Chefarzt an der Helfenstein-Klinik und jetzt Vorsitzender des Stadtseniorenrats, unter dem Motto „Haben wir eine neue Volkskrankheit? – Neues zu Long Covid?“ über das völlig neue Krankheitsbild Long-Covid. Er erinnerte daran, dass weltweit 527 Millionen Menschen an Covid erkrankt und 6.289.371 Menschen gestorben sind. In Deutschland sind bisher über 25 Millionen an Covid erkrankt. Von ihnen leiden 10 Prozent an Beschwerden, die länger als 3 Monate anhalten. Und dies kann nicht nur bei schweren sondern auch nach leichten Verläufen passieren. Die Diagnose lautet dann Long Covid- Syndrom oder auch Post Covid-Syndrom. Die Ursachen für diese Erkrankung sind noch nicht erforscht, anerkannte und wirksame Therapiemethoden, die zu einer Heilung führen, sind bislang noch nicht bekannt. Man schätzt, dass bis zu 15 Prozent aller Covid-Patienten eines der Long Covid-Syndrome entwickeln. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer und jüngere Patienten öfter als ältere. Sehr häufige Symptome sind große Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen. Häufig kommen auch Husten, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, allgemeine Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Zwangshandlungen, Haarausfall und Stresssymptome vor. Aber eine solche Aufzählung kann in keiner Weise umfassend sein. Die Ärzte kennen über 200 mögliche Long Covid-Symtome. Die gesundheitlichen Langzeitfolgen von Long Covid bewirken, dass viele Menschen ihren Berufs- und Alltagstätigkeiten nicht mehr nachgehen können. Abschließend führte Dr. Dinkelacker aus, dass 5,7 Prozent aller an Covid Erkrankten langandauernde Symptome entwickeln, auf Deutschland bezogen sind das 1,5 Millionen Menschen.

Dr. Dinkelacker wies aber auch auf die Bedeutung der Impfung gegen Corona hin. Die Wahrscheinlichkeit an Long Covid zu erkranken, werde durch 3 Impfungen um 70 Prozent reduziert, bei 2 Impfungen immerhin noch um 47 Prozent. Er rate allen, bei denen die dritte Impfung schon länger zurückliege, nicht auf einen an die neuen Varianten angepassten neuen Impfstoff zu warten, sondern sich mit einem der vorhandenen Impfstoffe ein viertes Mal impfen zu lassen.

Mitgliederversammlung mit Wahlen

Im Anschluss an die Vorträge wurde dann die Mitgliederversammlung des Stadtseniorenrats abgehalten. Dr. Theodor Dinkelacker erinnerte daran, dass im Jahr 2021 wegen Corona keine einzige Veranstaltung habe abgehalten werden können. Umso erfreulicher sei, dass die Mitgliederzahl nicht nur habe gehalten werden können, sondern sogar leicht angestiegen sei. Jetzt, im Jahr 2022, sei der Stadtseniorenrat wieder durchgestartet. Die Filmvorführungen im Rahmen der Kinoreihe 50Plus seien wieder angelaufen und gut besucht gewesen. Eine Theaterfahrt nach Stuttgart habe stattgefunden, bei dieser hätten sogar Eintrittskarten nachbestellt und ein größerer Bus eingesetzt werden müssen. Das E-Bike-Fahrsicherheitstraining sei leider nicht so gut angenommen worden. Wenn man aber verfolge, wie viele schwere Unfälle in letzter Zeit mit Pedelecs passiert seien, sehe man, dass dieses Thema wichtig sei, und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal aufgegriffen werden sollte. Dr. Dinkelacker wies auf die Veranstaltungen hin, die dieses Jahr noch geplant sind. Er erwähnte die Autorenlesung mit der Schauspielerin und Hospizhelferin Petra Frey im Haus der Zeit am 29. Juni und die Melodie am Nachmittag am 29. Oktober in der Jahnhalle.

Nach dem Bericht des Vorsitzenden, dem Kassenbericht des Kassiers und dem Bericht des Kassenprüfers wurde der Vorstand des Stadtseniorenrats von den Mitgliedern einstimmig entlastet. Ebenfalls einstimmig wurden Andreas Drexler zum neuen Kassier und Günter Söll zum Beisitzer gewählt.

Die Zahl bei den Neuinfektionen ist immer noch hoch. Es wird erwartet, dass diese im Herbst wieder stark ansteigen. Auch wenn die Krankheitsverläufe bei der hochansteckenden Omikron-Variante meist etwas milder sind als bei Delta, so ist bei einer Ansteckung oft ein Klinikaufenthalt geboten, manche Erkrankten ringen auf den Intensivstationen mit ihrem Leben.

Beim Geislinger Stadtseniorenrat ist man deshalb überzeugt: Vorsorge, gerade jetzt zu Pandemiezeiten, ist wichtiger denn je. Eine Covid 19-Erkrankung mit vielleicht notwendig werdender Beatmung auf der Intensivstation bewirkt, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist, eigenständig handeln zu können. Und doch ist in Krankheitszeiten vieles zu regeln, was nun andere für einen tun müssen. Dies ist rechtlich möglich mit einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung, mit denen ich als Betroffener verfüge, dass eine Person, zu der ich volles Vertrauen habe, all die Dinge regelt, die ich im Krankheitsfall nicht mehr tun kann.

In der gelben Mappe „Vorsorge“ des Stadtseniorenrates werden die drei Möglichkeiten des Erstellens einer Vorsorgevollmacht erläutert. Es wird beschrieben, was eine Betreuungsverfügung ist und wie mit dieser verfahren wird und dank perforierter Seiten kann die „Patientenverfügung“, die den rechtlichen Ansprüchen genügt, herausgetrennt und ausgefüllt werden. Infos gibt es auch zum Eintrag der Vorsorgemaßnahmen in das Zentralregister der Bundesnotarkammer, zur digitalen Vorsorge und zur Organspende. Heraustrennbare Formulare aus dieser Broschüre helfen, Vorsorgemaßnahmen richtig zu erstellen.

Die weitere Broschüre des Stadtseniorenrates „Meine persönlichen Aufzeichnungen“ sollte unbedingt zusammen mit der Broschüre „Vorsorge“ erworben werden. In ihr können die Betroffenen all das eintragen, was die Bevollmächtigten oder Betreuer wissen sollten, von persönlichen Wünschen bis zur Regelung eines Trauerfalles.

Da viele Seniorinnen oder Senioren befürchten, dass sie bei einer Corona-Erkrankung eine eventuell notwendige Beatmung nicht erhalten, weil diese ja in ihrer Patientenverfügung ausgeschlossen wird, hat der Stadtseniorenrat ein Ergänzungsblatt zur Patientenverfügung entworfen, das der Broschüre „Vorsorge“ beigefügt ist. Dieses Blatt wurde vom neuen Vorsitzenden des Stadtseniorenrates, Dr. Theodor Dinkelacker, zusammen mit Ärztekollegen geprüft und für gut befunden. Auf diesem Blatt kann eingetragen werden, dass zum Punkt „Künstliche Beatmung“ in der Patientenverfügung eine Änderung erfolgen soll, wenn es sich um eine Erkrankung an Covid 19 handelt.

Das Ergänzungsblatt steht u.a. unter der Rubrik "Downloads - Aktuell" zur Verfügung. Es kann dort heruntergeladen und selbst ausgedruckt werden. Zudem ist es im Mehrgenerationenhaus Geislingen kostenlos zu erhalten.

Die Broschüre „Vorsorge“ ist zum Selbstkostenpreis von 4,00 Euro und die Broschüre „Meine persönlichen Aufzeichnungen“ für 3,00 Euro erhältlich: Wölk-Apotheke, Stern-Apotheke, Apotheke im Nel Mezzo, Obere Apotheke, Helfenstein-Apotheke (alle Geislingen), Bad-Apotheke Bad Überkingen, Cosmas-Apotheke Kuchen, Lonetal-Apotheke Amstetten, Rathaus-Apotheke Böhmenkirch, Büro der Segofils in Bad Ditzenbach und Mehrgenerationenhaus Geislingen.